Rating einfach erklärt

Unter Rating versteht man Prüfverfahren zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage und der zukünftigen Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens. Beim Erstellen des Ratings werden „harte“ Faktoren analysiert, wie zum Beispiel die Gewinn- und Verlustrechnung, aber auch „weiche“ Faktoren, wie die Unternehmensstrategie oder die Marktstellung.

Kreditinstitute lassen zum Beispiel ein Rating erstellen, um die Ausfallwahrscheinlichkeit bei der Vergabe eines Kredites zu ermitteln. Dieses Risiko wiederum hat Einfluss auf die Höhe der Konditionen. Ratings werden regelmäßig erneuert, um Veränderungen abzubilden und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens beurteilen zu können.

Das Rating-Verfahren hat für Unternehmen mit unzureichender Bonität weitere negative Folgen. Neben dem geringeren Kreditangebot wurden die Einheitszinsen, die seit vielen Jahren vorherrschten, durch bonitätsabhängige Zinsen ersetzt. Demnach werden von mittelständischen Unternehmen, die eine geringe Bonität ausweisen, für einen Kredit wesentlich höhere Zinsen verlangt, als von Unternehmen mit einer guten Bonität.