Insolvenz einfach erklärt

Ein Schuldner, der seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber einem Gläubiger nicht mehr nachkommen kann, befindet sich in der Insolvenz.

Kennzeichnend für die Insolvenz ist die akute Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit und/oder die Überschuldung. Die Insolvenz ist mit rechtlichen Folgen verbunden.

So kann die Insolvenz eine Zwangsvollstreckung nach sich ziehen. Unter Umständen muss auch ein Insolvenzverfahren eröffnet werden. Das Vermögen des Schuldner wird Insolvenzmasse genannt und ist meistens so gering, dass nicht einmal die Kosten des Insolvenzverfahrens gedeckt werden können. Ist dies der Fall, wird das Insolvenzverfahren mangels Masse abgewiesen.

In Deutschland können nicht nur Unternehmen in die Insolvenz geraten, sondern auch Privatpersonen. Durch die Möglichkeit der sogenannten Restschuldbefreiung soll verhindert werden, dass Schuldner bis zum Ablauf der Verjährungsfrist, die 30 Jahre beträgt, nur vom pfändungsfreien Teil ihres Einkommens leben müssen.

Ein Hauptgrund für die Insolvenz von Unternehmen ist die schlechte Zahlungsmoral der Kunden. Schnell können Forderungsausfälle hierbei ein Unternehmen in den finanziellen Ruin treiben.

Es gibt zwei Arten von Insolvenzen:

  1. Die unternehmerische Insolvenz.
  2. Die Privatinsolvenz.

In beiden Fällen kann der Schuldner seine Zahlungsverpflichtung, mangels Liquidität, nicht mehr bedienen.